Ein Artikel auf TechRepublic (www.techrepublic.com) befasst sich mit den größten Sicherheitsrisiken, die im Internet- und IT-Bereich für das kommende Jahr zu erwarten sind. Neue Technologien, Strategien und geopolitische Dynamiken sorgen demnach für tiefgreifende Veränderungen. Folgende Bedrohungen sieht der Autor im Mittelpunkt:
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Ransomware: Cyberkriminelle nutzen zunehmend Ransomware-as-a-Service, um anspruchsvolle Angriffe durchzuführen. Neben der Verschlüsselung von kritischen Systemen und Daten kommt es zu verstärkten Erpressungsversuchen vor allem im (staatlichen) Gesundheitsbereich.
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OT-IT-Sicherheit: Die Verschmelzung von operationeller Technologie (OT) und Informationstechnologie (IT) schafft neue Schwachstellen. Besonders kritische Infrastrukturen und Industrieanlagen sind betroffen, wobei Angriffe auf OT-Systeme durch kompromittierte IT-Systeme sowohl Betriebsabläufe stören als auch physische Schäden verursachen können.
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Dark Web: In diesem verborgenen Teil des Internets florieren illegale Aktivitäten schon seit längerem. Der Trend geht aber zum Verkauf von No-Code-Malware, die nur minimale IT-Kenntnisse der Kriminellen voraussetzen (auch bekannt als Script-Kiddies) und Plug and Play Kits, die für Cyberattacken vorkonfiguriert angeboten werden. Neben diesen Jedermann-Paketen, die zu einer Zunahme von Cyberattacken führen dürften, verlegen sich die eigentlichen Hintermänner verstärkt auf professionellen Kundensupport für ihre Abnehmer.
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Malware as a Service (MaaS) und Hacker-for-Hire: Die Verfügbarkeit von MaaS-Plattformen und die Zunahme von Hacker-Diensten demokratisieren die Cyberkriminalität und führen zu komplexeren Angriffen. Organisationen müssen sich auf starke Sicherheitslösungen und Aufklärung ihrer Mitarbeiter konzentrieren.
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Moderne Phishing-Angriffe: Phishing entwickelt sich weiter und wird persönlicher und realistischer. Kriminelle nutzen KI, um Kampagnen zu automatisieren und Botschaften zu personalisieren, was die Erkennung erschwert. Unternehmen müssen in Erkennungswerkzeuge für KI-generierte Inhalte investieren und Mitarbeiter schulen. Interessant wird sein, ob und wie die Opfer ihrerseits KI einsetzen können, um Phishing in Zukunft besser zu erkennen.
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IoT und Industrielles IoT: IoT-Geräte sind aufgrund ihrer Verbreitung und oft mangelnden Sicherheit ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle. Unternehmen müssen sichere Programmierpraktiken implementieren, Software regelmäßig aktualisieren und starke Authentifizierungsprotokolle verwenden.
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Staatlich geförderte Angriffe: Nationale Akteure nutzen zunehmend Cyberangriffe, um politische und strategische Ziele zu erreichen. Organisationen benötigen mehrschichtige Verteidigungsstrategien, einschließlich fortschrittlicher Cybersecurity-Lösungen und Überwachung von Bedrohungsintelligenz.
