Mit 555 Milliarden Dollar hat der Handel mit Halbleitern vergangenes Jahr eine neue Rekordmarke erreicht. Die Frage ist, ob das trotz oder gerade wegen der Pandemie erreicht wurde, denn der Chipknappheit standen höhere Preise gegenüber.
Wie der Wirtschaftsverband Semiconductor Industry Association jetzt bekannt gab, stieg der weltweite Umsatz mit Halbleitern im Vergleich zum Vorjahr um 26,2 Prozent von 440,4 Mrd. auf die neue Rekordsumme von 555,9 Milliarden Dollar. Trotz Lieferengpässen stieg auch die Anzahl der ausgelieferten Chips im gleichen Zeitraum auf ein Allzeithoch von 1,15 Billionen Stück.
Allein im Dezember wurde ein Umsatz von knapp 51 Mrd. Dollar erreicht. Damit lag die Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum dort mit über 28 Prozent sogar noch höher als im Jahresdurchschnitt.
Den größten Zuwachs verzeichneten mit 27,4 Prozent die Märkte in Nord- und Südamerika. Größter Abnehmer unter den Nationen blieb China. Dort wurden Chips im Wert von 192 Milliarden Dollar abgesetzt, was einer Steigerung von 27 Prozent entspricht.
Die drei umsatzstärksten Halbleiterkategorien sind analoge ($74 Mrd.) und digitale ($154,8 Mrd.) Chips, sowie Speicherbausteine, die mit 153,8 Mrd. Dollar zum Umsatz beitrugen. Zum Vergleich: ICs für die Autoindustrie kamen vergangenes Jahr „nur“ auf 26,4 Milliarden.
