Der angeschlagene Computerspieleeinzelhänder Gamestop sieht sich nach neuen Einnahmequellen um und will im Bereich NFTs fündig geworden sein. Laut mehreren Berichten hat Gamestop einen Fonds im Wert von bis zu 100 Millionen Dollar aufgelegt, an dem sich Spieleentwickler beteiligen können.
Der neue NFT-Marktplatz soll noch in diesem Jahr an den Start gehen. Er basiert auf Immutable X, einer Plattform, die auf der beliebten Ethereum-Blockchain für Kryptowährungen basiert. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen müssen, denn es ist noch längst nicht gesagt, dass Computerspieler bei NFTs mitmachen. Über welche Macht die Kundenbasis verfügt, hat sich erst letztes Jahr gezeigt, als sich Computerspieler über das Internet verabredeten, Gamestop-Aktien zu handeln. Damit legten sich die Gamer mit ausgewachsenen Hedge Fonds nicht nur an, sondern brachten einen von ihnen sogar in dermaßen ernste Schwierigkeiten, dass er nur durch finanzielle Unterstützung dritter vor dem Bankrott bewahrt wurde.
Aber nicht nur die Spieler, auch die Entwickler müssen erst einmal ins Boot geholt werden, was nicht immer gelingt. Während einige Unternehmen, insbesondere Ubisoft, trotz der Kritik an NFT-Spielen weitergemacht haben, stampften andere ihre Pläne für NFTs in Verbindung mit Spielen wie S.T.A.L.K.E.R. 2 und Worms ein.
Es bleibt jedenfalls Spannend, wie sich Gamestop weiterentwickelt, denn eines ist klar. Nicht nur Steam, sondern zunehmend auch App-Stores von Spieleherstellern, sowie von Sony und Microsoft machen es einem Ladengeschäft wie Gamestop immer schwerer. Irgendetwas wird sich der Einzelhändler also einfallen lassen müssen, möchte er nicht wie Blockbuster und Co. in die Geschichtsbücher eingehen.
